GURRUMUL in der Berliner UdK
Viele Jahre spielte Gurrumul als Percussionist und Sänger in der international erfolgreichen Aborigine-Band Yothu Yindi, die in den 80ern und 90er einige Hits verbuchen konnte. Erst mit Mitte 30 packte das Gesangsgenie der Wunsch, ein Soloalbum zu veröffentlichen. Als dieses im vergangenen Jahr in Australien erschien, wurde es sofort zu einem der meistdiskutierten Werke der australischen Musikszene. Denn etwas so Schönes, Warmes und Reines hatte man lange nicht gehört. Im Juni 2009 erschien sein Album „Gurrumul“ auch hierzulande. Und nicht nur die Fans von World Music, sondern jeder Liebhaber großer Songwriting-Kunst im Wechselspiel mit einer einzigartigen Stimme findet in Gurrumul einen der ungewöhnlichsten Künstler der Gegenwart.
So beschreibt er in seinem bekanntesten Lied „Wiyathul“ eine australische Vogelart, in deren Ruf die Ureinwohner Australiens die Geschichte ihrer Vorfahren vernehmen.
Geboren wurde Geoffrey Gurrumul Yunupingu 1970 auf Elcho Island in Nordaustralien. Der von Geburt an blinde Sänger lernte schnell, sich trotz seiner Behinderung ohne jede Hilfe zurecht zu finden. Er benutzt weder einen Blindenhund noch einen Stock, und auch die Braille-Schrift hat er nie erlernt. Stattdessen begann er früh, sich zahlreiche Instrumente selber beizubringen, darunter Didgeridoo, Keyboard, Gitarre und Schlagzeug. Wirklich außergewöhnlich war von Beginn an jedoch seine Stimme. Sie ist so klar, brillant und einnehmend, dass australische Medien bald von „der Engelsstimme“ sprachen.
Ort: Berliner UdK
Zeit: 21. Oktober, 20 Uhr, Einlaß: 19 Uhr
VVK: 24 und 28 Euro
Tickethotline: 030 780 99 810
www.trinityconcerts.de
Eingestellt von RoBin 21.09.2009 (12:39)
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